Borderlands für PS3
Borderlands ist mittlerweile schon ein paar Wochen auf dem Markt. Das soll mich dennoch nicht davon abhalten das Spiel zu testen. Eins habe ich schnell gelernt nachdem ich mir eine PS3 gekauft habe: Es gibt auch ältere PS3 Spiele die gut sind und gut bleiben.
Nun aber zu Borderlands. Was kann man vorab sagen? Das Cover macht schon einen sehr verrückten Eindruck. Eine Comicfigur die sich mit den Fingern das Hirn wegbläst. Nicht gerade Vertrauen erweckend. Aber was solls. Im Vorfeld habe ich vieles gutes über Borderlands gehört. Gerade dass mit diesem Spiel das MMORPG Genre neu definiert werden könne.
Nachdem man das Spiel installiert hat kanns auch schon nach dem Update auch losgehen. Das Intro zeigt sich ebenso verrückt wie die Verpackung. Ein Hunde ähnliches Wesen jagt einem erst unheimlichen Schrecken ein und anschließend wird es von einem Bus überfahren, gefolgt von angenehm entspannender Musik.
Als Spieler startet man als Schatzjäger auf dem fremden Planeten Pandora. Auf der Jagd nach einer Truhe erwarten einen viele bösartige Missionen und Gegner.
Auf der Fahrt mit dem Bus zum Startpunkt des Spiels hat man die Wahl zwischen 4 verschiedenen Klassen. Jede Klasse hat individuelle Stärken und Schwächen, einen eigenen Talentbaum und eine Spezialfertigkeit.
Der Soldat
Dieser kann im Grunde mit allen Waffen gut umgehen. Er ist besonders für Alleingänge geeignet. Seine Spezialfähigkeit ist ein Geschützturm inklusive Schutzschild.
Der Jäger
Er kann besonders gut mit Sniper-Gewehren und Pistolen umgehen. Sein Falke Bloodwing stellt die Spezialfähigkeit dar. Wird dieser losgelassen, greift er im Sturzflug einen Gegner an.
Der Berserker
Der Berserker ist der Sprengmeister im Spiel, anstatt mit Präzisionsgewehren zu zielen, jagt er lieber mit einem Raketenwerfer das komplette Umfeld in die Luft. Als Spezialfähigkeit hat er den Berserkermodus in dem er als Nahkämpfer alles kurz und klein schlägt.
Die Sirene
Die Sirene ist ein mächtiger Damage-Dealer im Fernkampf. Jedoch ist sie sehr verwundbar. Ihr Spezialangriff ist der Phasewalk, damit kann sie sich unsichtbar machen, sehr schnell laufen und setzt Explosionen frei.
Ich habe mich für die Jägerklasse entschieden um am Anfang möglichst ruhig ins Spiel zu kommen.
Meine erste Aufgabe lautete eine Stadt von wilden Räubern zu befreien. Dies tat ich dann auch. Bereits am Anfang viel mir die zwar lustige aber dennoch düstere Comic-Grafik auf. Sie war für mich neu, gewöhnungsbedürftig, aber hatte dennoch etwas.
Nachdem die Stadt befreit war, gab es immer neue Quests die mich immer weiter ins Ödland trieben. Irgendwie war das Spiel für mich wie Fallout 3 jedoch eher auf lustig gemacht. Die Sprüche waren teilweise sehr sarkastisch.
Trifft man mit dem Jäger einen Gegner mittels Headshot, kamen von der Spielfigur manchmal bösartige Kommentare oder fieses Lachen.
Jedenfalls entwickelte ich mich Schritt für Schritt weiter. Irgendwann hatte ich schon ziemlich fette Waffen gefunden und konnte mit einer Art Auto rumfahren. Die Steuerung des Vehikels war anfang s unglaublich grauenvoll, aber man gewöhnte sich daran.
Mission um Mission wuchsen meine Erfahrungspunkte. Zwischendurch speicherte ich natürlich ab und an und machte die PS3 aus. Mit Level 14 wollte ich das Spiel erneut laden. Doch plötzlich ging es nicht mehr. Der Spielstand schien defekt zu sein. Ich war dann so deprimiert dass ich garnicht mehr weiter zocken wollte. Darauf hin bin ich in die Videothek und hab Borderlands zurückgebracht und mir Call of Duty Modernwarfare 2 ausgeliehen, welches mein nächster Testbericht wird.
Aber nun noch zum Multiplayer- und Onlinespiel von Borderlands welches ich bis dahin noch ausprobieren konnte.
Man kann zum einen im geteilten Bildschirm-Modus offline spielen. Dies beinhaltet jedoch nur die ganz normalen Missionen.
Im Onlinespiel kann mit bis zu 3 weiteren Spielern ebenfalls Coop gespielt werden, dabei werden zu Anfang die Missionen ausgewählt und dann zusammen gespielt. So ganz habe ich den Sinn dieser Coop Missionen nicht verstanden, aber vielleicht erklärt es jemand in einem Kommentar. Eine wirkliche Revolution des MMORPG Genres kann ich nicht feststellen, da Borderlands in meinen Augen lediglich ein Shooter mit RPG Elementen und Coop-Modus darstellt. Dennoch eine absolute Empfehlung für jeden der auf ausgeflippte Spiele steht.

